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Wappen von Biebern
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Anläßlich der 1200-Jahrfeier von Biebern 1954 besuchte eine Abordnung vom Niederrhein den Hunsrück. Dieses Ereignis bildete die Grundlage für die Gründung des Pfälzerbundes am Niederrhein im Jahre 1955. Bei der 1250-Jahrfeier 2004 konnte eine größere Abordnung in Biebern begrüßt werden. Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten "50 Jahre Pfälzerbund am Niederrhein" im Jahr 2005 in Louisendorf war Biebern durch eine größere Gruppe vertreten. 

 Jubiläumsfeierlichkeit  Pfälzergedenkstätte

Im Mai 1741 verließen die Vorfahren der Pfalzdorfer am Niederrhein mit drei Schiffen die Hunsrücker Heimat, um den kriegerischen Verwüstungen und der religiösen Unterdrückung zu entgehen. Ihr Ziel war Amerika. Die Auswanderung nach Amerika war schon in Schenkenschanz an der holländischen Grenze beendet. Man verweigerte den Auswanderern die Durchreise nach Rotterdam, von wo aus die Hunsrücker nach Amerika segeln wollten. Nach längeren Verhandlungen übeließ der Magistrat der Stadt Goch ihnen die 10 000 Morgen große Gocher Heide zur Urbarmachung und Besiedlung. Nach erheblichen Anfangsschwierigkeiten, die mit wiederholten Landesverweisungen bedroht waren, wurden die Kolonisten mit einer Bittschrift beim König von Preußen in Berlin vorstellig. 1743 erließ Friedrich II. einen Spezialbefehl, in dem er den Pfälzern die Ansiedlung auf der Gocher Heide genehmigte. Die Hunsrücker Kolonisten wurden als Pfälzer bezeichnet, da zur damaligen Zeit der Hunsrück zur Kurpfalz gehörte. Um 1770 lebten über 100 Familien mit 568 Personen auf der Gocher Heide, die man seit 1749 Pfalzdorf nannte. Die meisten Immigranten kamen aus Biebern, dem Biebertal und dem Hunsrück.  Aus Landmangel setzte für die nachwachsenden Generationen die erste Auswanderungewelle ein. Sie erfolgte nach Bönnighardt, Königshardt, Asperheide und Ostfriesland. Auf der Gocher Heide entstanden die Neugründungen Louisendorf und Neulouisendorf.
Aus Biebern sind im 18. Jahrhundert 28 Personen nach Pfalzdorf auf die Gocher Heide ausgewandert. Mit dieser Kopfzahl steht Biebern hinter Rüdesheim bei Bad Kreuznach an 2. Stelle in der Einwanderungsliste. Nach einer Schatzung von 1742 zählte Biebern nur 24 Häuser.
Aus Biebern kamen folgende Auswanderer:
1748        Johann Peter Thomas (5 Pesonen)
1764/65   Johann Philipp Bender (1 Person)
                Joahnn Wilhelm Brust (6 Personen)
                Joahnn Peter Manderfeld (8 Personen)
                Stoffel Mattes (1 Person)
                Witwe Elisabeth Pleines (6 Personen)
                Anna Catharina Kelsch (1 Person)

 Kirche in Pfalzdorf Bieberner in Pfalzdorf